In den vergangenen Sommerferien durfte ich zwei Wochen lang ein fantastisches Sommerprogramm an der „University of Notre Dame“, im Bundestaat Indiana in den USA, besuchen. Ein Stipendium ermöglichte mir dieses unvergessliche Erlebnis, an dem auch rund 80 Jugendliche aus der ganzen Welt teilgenommen haben. Das ermöglichte auch das Kennenlernen neuer Kulturen und man konnte neue Freundschaften schließen.

Das Programm bestand einerseits aus dem „international Leadership, Enrichment and Development Program“ (iLED) und andererseits aus dem „International Summer Physics Institute“ (iSPI). Letzteres habe ich besucht und soll den Jugendlichen die Physik näherbringen.

Beim iSPI haben sich drei hervorragende Professoren (Thomas, Nathan & Kenneth) um uns elf wissbegierigen Jugendlichen gekümmert. In den zwei Wochen erlaubten Sie uns einen vertieften Einblick in die Teilchenphysik. Unter der Woche hatten wir meistens sieben Stunden Unterricht, der den Unterricht in Deutschland sehr ähnlich war. Aber es gab auch viel Praxis, so haben wir beispielsweise ein Programm entwickelt, um die selbst gemessenen Daten mithilfe einer Software zu analysieren.

Außergewöhnlich fand ich ebenfalls, dass die Professoren immer die Theorie solang erklärten, bis jeder es verstanden hat. Besonders hat mir dabei gefallen, dass man immer, wenn man eine Frage stellte, sie sofort beantwortet wurde. Auch wenn man es beim ersten Mal nicht verstanden hat, waren die Professoren immer bemüht einem die Fragen solang für alle verständlich erneut zu beantworten, wie es nötig war.

Abgesehen von der Arbeit mit unglaublichen Geräten, die wir zur Verfügung gestellt bekamen, wie zum Beispiel ein Myon-Messgerät oder reale Daten aus dem Elektronenbeschleuniger CERN in der Schweiz, unternahmen wir auch einen exklusiven Ausflug nach „Fermilab“, einem renommierten Forschungszentrum für Teilchenphysik.

In den letzten drei Tagen erhielten wir dann abschließend die Möglichkeit, uns in Kleingruppen ein Projekt/Problem zu überlegen, und selbstständig zu lösen. So haben Bruno, Albert und Ich kosmische Strahlen näher untersucht.

Unabhängig vom Unterricht unternahmen wir auch gemeinsam mit iLED verschiedene Aktivitäten, die stets von unseren Betreuern (Luke, Charlotte, Holly, Scott, James und Luiz) begleitet wurden. Darunter auch Schauspielunterricht, Schlittschuhlaufen im eigenen Stadion, Color Run, eine Talentshow, eine Schnitzeljagd über den Campus, eine Tour durch das Football Stadion, Lateinamerikanische Tanzstunden und ein Prom. Highlight der Aktivitäten war ein Tagesausflug nach Chicago.

Gemeinsam haben wir auch an einen Gottesdienst in der bekannten Basilika teilgenommen und eine Führung durch den Campus gemacht. Dabei hatten wir immer viel Spaß.

Zusammenfassend kann ich wirklich nur dankbar für dieses einzigartige Erlebnis in meinem Leben sein. Ich habe nicht nur sehr viel über Teilchenphysik gelernt, sondern auch internationale Freundschaften geschlossen, mit denen ich bis heute noch im engen Kontakt bin. An dieser Stelle möchte ich auch Juan, Bruno und Jason grüßen, mit denen ich fast täglich schreibe.

Aus diesem Grund ein tiefstes Dankeschön an meine Eltern und alle Personen, die dieses Erlebnis ermöglicht und mitgestaltet haben.

Ein besonderer Dank geht an Amber Li und Meghan Knobloch, die das Programm leiten.

Ich möchte mich aber auch besonders bei meinen Professoren Thomas, Kenneth & Nathan bedanken, die mir eine neue Perspektive gegeben haben.

Bedanken möchte ich mich auch bei unseren Betreuern Luke, James, Scott, Luiz, Charlotte und Holly, die immer ein tolles Aktivitäten-Programm auf die Beine gestellt haben, sowie die außergewöhnlich lustigen Abende im Jungs-Dorm mit uns unternommen haben.

Frau Bächle und Lisa Shroyer möchte ich ebenfalls danken, die mir diese Einmaligkeit ermöglicht haben.

Aber auch an meinen Schulleiter Herrn Bär möchte ich mein Dankeschön aussprechen, der mir das Programm genehmigt hat.

Abschließend ist nur noch zu sagen, dass dieses Programm zu den besten Dingen gehört, die ich in meinem Leben gemacht habe. Es ist eine unvergessliche Erfahrung, die ich wirklich jeden nur empfehlen kann.

Emanuel Medina

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