image 2018 04 17Am 28.03.2018 starteten wir um 8.15 Uhr voller Vorfreude unseren Ausflug nach Freudental in das Pädagogisch-Kulturelle Zentrum, kurz PKC.

Dort wurden wir freundlich von Thomas Stietzel begrüßt, welcher dort, obwohl er in der Rente ist, ehrenamtlich junge Menschen über die Juden informiert und ein ausführliches Programm anbietet bzw. organisiert. Dieser stellte uns dann Elena vor, welche zu diesem Zeitpunkt ein einjähriges soziales Jahr macht. Sie erzählte uns den geschichtlichen Hintergrund zu den Juden in Freudental, angefangen bei Wilhelmine von Grävenitz, die den Juden dort Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat und ihnen gleiche Rechte, wie den anderen Bürgern, eingeräumt hat, bis hin zum Nationalsozialismus und der Judenverfolgung.

Danach hat wieder Thomas Stietzel das Wort ergriffen und uns ein wenig in die jüdische Kultur eingeführt: wir sahen uns die Synagoge genauer an und lernten einiges über die typische Einrichtung einer jeden Synagoge und verschiedenste Bräuche bzw. Sitten, welche Juden stets pflegten und auch heute noch pflegen. Außerdem durften wir uns heilige Gegenstände anschauen, die man in der Synagoge gefunden hatte.

Jetzt wurden wir in kleinen Gruppen aktiv: Die Aufgabe war es, einzelne Fälle, welche hier in Freudental stattfanden, zu erarbeiten, und diese dann vor der ganzen Gruppe zu präsentieren. Dies war ein sehr interessanter Aspekt unseres Schulausfluges und auch jede Kleingruppe bewältigte ihren Vortrag mit großem Interesse.

image 2018 04 171Vor dem Mittagessen machten wir einen kleinen Spaziergang zum Freudentaler Schloss, in dem früher Wilhelmine von Grävenitz gelebt hatte, welcher jedoch aufgrund der eisigen Temperaturen etwas verkürzt ausfiel.

Nachdem wir uns in der Mittagspause stärkten und auch aufwärmten, wurde der Friedhof aufgesucht, welcher ein wenig abseits der Stadt lag, was aber typisch für jüdische Friedhöfe ist. Es war spannend, die Initialen verschiedenster Gräber zu studieren und deren Hintergründe zu erfahren. Auch erfuhren wir, dass es 2007 noch einmal eine Friedhofsschändung gab. Daran konnte man gut erkennen, dass Judenhass nicht der Vergangenheit angehört.

Insgesamt war der Ausflug eine echt gute und interessante schulische Aktivität, um sich neues Wissen nach dem Motto „learning by doing“ anzueignen, was man anderen Klassen nur wärmstens empfehlen kann.

 

 

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